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DIE ZUKUNFT MUSS MAN NICHT VORAUS SEHEN, MAN MUSS SIE MÖGLICH MACHEN

Interview mit Sabine Bresser, GRÜNE Kreistagskandidatin auf Listenplatz 5:

Weißt du noch wann du zu den GRÜNEN gekommen bist und was dich dazu bewogen hat?

Am 11.11.2016 bin ich offiziell Mitglied geworden, nachdem ich mich am 5.11.2016 als direkte Reaktion auf die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten über die Webseite der Kerpener Grünen angemeldet hatte. Ich hatte um 2000 ein kurzes Zwischenspiel bei den Berliner GRÜNEN, das hat mir aber damals nicht gefallen. Nachdem dann die Amerikaner beschlossen hatten, sich dem Wahnsinn hinzugeben, war es mir wichtig mich aktiv politisch hier zu engagieren. Das war dann keine wirkliche Frage, in welcher Partei ich arbeiten wollte. Das konnten nur die GRÜNEN sein.

Was hast du bisher bei den GRÜNEN gemacht?

Es gilt das Friedrich Knorpp-Zitat, wer nicht bei drei auf dem Baum sitzt, bekommt ein Amt. Im Januar 2017 ging ich in die Kerpener AG Wahlkampf für die Landtagswahl, weil das zeitlich überschaubar schien und habe dann gleich Verantwortung übergeben bekommen und bin dann für den Vorstand der Kerpener GRÜNEN geworben worden. Ich hatte nach der Landtagswahl auch Interesse im Kreisvorstand mitzuarbeiten und bin in beide Vorstände gewählt worden. Im Kreisvorstand bin ich immer noch.

Was muss am dringendsten verändert werden?

Ich habe mehr oder weniger mein ganzes Leben im Umfeld der Tagebaue verbracht. Als kleines Kind bin ich in Ahe groß geworden, später dann in Brüggen. Maßgeblich prägend ist der Tagebau Hambach, dieses unfassbare Loch in meiner Nachbarschaft. Wir müssen aus der Braunkohle raus, wir müssen da schneller raus, als das im Moment geplant ist. Ob und wie dies umsetzbar ist, wird man sehen, daran müssen wir arbeiten. Bei den merkwürdigen Planungen rund um das Loch muss dringend evaluiert werden, was es an besseren Lösungen, als das, was man derzeit aus Planungen seitens der Kommunen präsentiert bekommt, gibt. Auch muss der ÖPNV deutlich besser werden, gerade in den kleinen Orten. Wir müssen massiv runter von der Straße. Das wird nicht über Fahrradverkehr allein gehen. Der ÖPNV muss eine Alternative zum Privat-PKW sein. Anbindung an Bahnhöfe, Taktungen, zusätzliche Schienen, all das muss ausgebaut werden.

Du hast gute Chancen, demnächst Kreistagsmitglied zu sein. Was könntest du dir für deine Arbeit als Schwerpunktthemen vorstellen?

Ich engagiere mich privat für Artenschutz. Mein Ding sind der Schutz und die Auswilderung von Malaienbären in Borneo, wo ich schon mehrfach vor Ort voluntiert habe. Eine solche Arbeit ist partiell übertragbar auf den Kreis. Es gibt sinnvolle Projekte den heimischen Tierbestand zu schützen. Das ist gekoppelt an den Erhalt der Wälder. Wir brauchen Augenmerk für den Artenschutz. Zudem, Tierheime sind dauerüberlastet und in ihrer Arbeit unterrepräsentiert in der öffentlichen Wahrnehmung. Das darf so nicht bleiben.

Was ist dein Lieblingsort im Kreis?

Das Schloss und der Park Türnich ist der schönste Platz. Auch Schloss Gymnich oder Augustusburg und Paffendorf sind schön, Kulturgüter eingepackt in Natur. Was ich besonders faszinierend finde ist der Jakobsweg im Rhein-Erft-Kreis. Ich habe den im Sommer 2019 mal gesucht. Auf Karten kann man den leicht finden, aber den Weg real nachzuverfolgen, war nicht so leicht. Der Jakobsweg selbst, aus Köln raus in Richtung Düren, Aachen, ist großartig. Auch völlig unreligiös. Leider sind sämtliche Ausschilderungen vom Jakobsweg heruntergekommen. Das könnte verbessert werden. 

Sabine Bresser

Sabine Bresser

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